Entdecken Sie die verwinkelten Gassen und historischen Plätze der Altstadt. Berühmte Feldherren, Künstler, Gelehrte und sogar die Stammmutter der Windsors haben hier ihre Spuren hinterlassen. In der malerischen Altstadt mit ihrer historischen Bausubstanz spürt man noch einen Hauch der bewegten Geschichte. Besonders am Fruchtmarkt und rund um die Wendelinusbasilika wurden die Fassaden der alten Bürgerhäuser liebevoll restauriert. Der Schloßplatz - wo früher Herzogin Luise residierte – ist heute quirliger Treffpunkt mit Straßencafés und Restaurants die zum Verweilen und Schlemmen einladen. 

 

 

Stadtplan & Sehenswürdigkeiten

 

 

 

Wendelinusbasilika

Die Wendelinusbasilika (von den St. Wendelern auch "Wendelsdom" genannt) ist das weithin sichtbare Wahrzeichen der Stadt. Sie wurde als spätgotische Hallenkirche im 14. Jahrhundert in Folge der Wendelinusverehrung errichtet.

Besonders sehenswert ist unter anderem die Steinkanzel, eine der wenigen, die es in Deutschland gibt. Sie ist mit dem Wappen des Förderers Nikolaus von Kues (Krebs und Kardinalshut) versehen. Das Hochgrab mit den Gebeinen des Heiligen Wendelins befindet sich im Altarbereich. Die Pilger schreiten heute noch unter dem Sarg hindurch. An den Seitenteilen des Grabes sind die zwölf Apostel zu sehen. Die um 1370 entstandene Tumba des Heiligen Wendelinus steht in der Mitte des Chores.

Aufgrund der zahlreichen Gewölbemalereien mit Pflanzen und Tieren gilt die Basilika als schönster Sakralbau des Saarlandes. An den Wänden der Seitenschiffe stehen Barockfiguren, die die Zunftheiligen darstellen. Als wertvollstes Kunstwerk der Kirche gilt die Grablegungsgruppe, die um 1480 entstanden ist.

1960 wurde die Kirche durch Papst Johannes XXIII. zur Basilika minor erhoben.

Weitere Informationen zur Kirche und Wendelinusverehrung

 

 

Mia-Münster Haus mit Stadtmuseum

Das Mia-Münsterhaus beherbergt die Stadt- und Kreisbibliothek. Im Obergeschoss ist das Stadtmuseum untergebracht. Dort kann man eine Dauerausstellung der aus St. Wendel stammenden Künstlerin Mia Münster bewundern, die von 1894 bis 1970 gelebt hat. Etwa 40 Bilder der Malerin sowie zahlreiche Werke und Objekte der regionalen Kunst- und Kulturgeschichte werden im Museum präsentiert.

In der historischen Abteilung sind Fundgegenstände aus der Römerzeit ausgestellt sowie eine Reihe von Gemälden aus der Barockzeit, auf denen der Volksheilige und Namensgeber der Stadt St. Wendelinus zu sehen ist. Hauptthema ist jedoch die Geschichte des 18. und 19. Jahrhunderts, unter anderem auch Pastellbilder von Nikolaus Lauer (1753-1824) und Kunstwerke von Philipp Jakob Riotte (1776-1856).

Zum Stadtmuseum


Missionshaus mit völkerkundlichem Museum

Pater Arnold Janssen von den Steyler Missionaren gründete 1898 das Missionshaus in St. Wendel, das vom Atzenhübel weit über die Stadt hinaus ragt.

Das Museum für Missions- und Völkerkunde zeigt in erster Linie Zeugnisse der Lebensweisen und Arbeitsgewohnheiten fremder Kulturen, die die Steyler Missionare von ihrer Missionstätigkeit mitbrachten. Gezeigt werden u. a. Objekte aus China und Neu Guinea, eine große Anzahl von Tierpräparaten aus aller Welt, Schnitzereien, Webarbeiten, Schmuck und Waffen aus Indonesien, besondere  Exponate der Ureinwohner der Philippinen und aus verschiedenen Ländern Afrikas stammende Musikinstrumente, Masken, Schnitzereien, Waffen und kleine Sammlungen von Haushaltsgefäßen.

Öffnungszeiten & Informationen

 

Straße der Skulpturen

Von St. Wendel bis zum Bostalsee lassen sich auf 17 km zeitgenössische Skulpturen in dieser einzigartigen Open-Air Galerie bewundern.

Den Anfang der Skulpturenstraße bildete das Bildhauersymposion auf der Höhe zwischen St. Wendel und Baltersweiler, das in den Jahren 1971/72 stattfand. Bei diesem wurden insgesamt 14 Skulpturen von 15 Künstlern aus sechs Ländern geschaffen. Initiator ist der aus St. Wendel stammende Künstler Leo Kornbrust.

Die Idee einer Skulpturenstraße als völkerverbindende Friedensstraße geht zurück auf den aus Polen stammenden Künstler Otto Freundlich, der bereits in den 30er Jahren von einer solchen träumte. Otto Freundlich konnte seine Idee leider nicht mehr verwirklichen. Zur Zeit des Nationalsozialismus wurde er als Jude 1943 verhaftet und ins Konzentrationslager Majdanek gebracht, wo er noch im selben Jahr starb. Ihm ist die Skulpturenstraße in St. Wendel gewidmet. Am Ausgangspunkt der Skulpturenstraße an der Basilika in St. Wendel würdigte Leo Kornbrust auf seiner Skulptur »Pyramide« mit einem Text »Voie de la fraternité et solidarité humaine« den bedeutenden Bildhauer und Maler Freundlich.

Leo Kornbrust gab die Idee, eine völkerverbindende Straße der Skulpturen zu schaffen, nicht auf. Ein Leader-Programm im Landkreis St. Wendel ermöglichte ihre Fortsetzung: Durch die Integration anderer Bildhauersymposien sowie durch die Schaffung weiterer Skulpturen durch internationale Künstler, wird  eine Straße mit Bildhauerarbeiten zwischen der Normandie in Frankreich und Moskau entstehen.  Diese Skulpturen sollen somit zu einem Symbol des Friedens werden.

Eine Broschüre mit Beschreibung der einzelnen Skulpturen ist bei der Tourist-Info erhältlich.